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http://www.web-to-print-forum.de/2009/11/05/siebtes-web-to-print-forum-in-voller-erfolg/

Am 4. November ging das siebte Web-to-Print Forum im ZDF-Konferenzzentrum in Mainz-Lerchenberg zu Ende das von zipcon consulting und dem bvdm veranstaltet wurde. Nach sechs vorherigen Veranstaltungen gab es dieses Mal einige Neuerungen wie die Kurzpräsentationen „7 Minutes“ für die Teilnehmer. Dabei stellten die zehn Partner des Web-to-Print Forums in nur sieben Minuten die aktuellsten Neuigkeiten und Änderungen an ihren Web-to-Print-Lösungen vor. Die Teilnehmern lobten dieses für das Web-to-Print-Forum neue Konzept sehr.

 
Meldung vom: 04.11.2009 | Autor: Jo

http://www.web-to-print-forum.de/2009/11/04/live-aus-mainz-seien-sie-ein-frosch/

Prof. Dr. Kollmann über neue Informationsbedürfnisse und die Vor- und Nachteile für das Printbusiness

Das Kernproblem der Drucker, so Prof. Dr. Tobias Kollmann von der Universität Duisburg in seinem Vortrag über Endkundenanwendungen im Internet, sei, dass die Produkte, für die sie Kernleistungen erbringen, digitalisierbar sind, und digitalisiert werden. Die Mobilisierung von Inhalten (Internet, Mobiltelefone) führe dazu, dass Produkte, Prozesse und Standorte neu definiert werden.

Am Beispiel Videohandel zeigt er plastisch auf, dass der Vertrieb der Produkte zunehmend entmaterialisiert wird, und sowohl die Wiedergabegeräte als auch die Produkte nicht mehr benötigt werden und der stationäre Handel ausstirbt. Gleiche Szenarien sind bei Büchern oder sehr drastisch bei auditiven Medien zu beobachten. Inhalte werden von klassischen Medien entkoppelt.


Die Frage bleibt, wo Druckerzeugnisse noch eine Rolle spielen, und wer die Prozesse beherrscht, um via Druckerzeugnisse die Nachfrage der Endkunden möglichst effizient und zeitnah zu bedienen. Beispiele wie juicywalls (individuelle Tapetenmuster), oder Titelhelden (individuelle Zeitungen) weisen hier zukunftsfähige Anwendungen. Mit Point-of-Sales-Terminals können Kunden dann in realen Geschäften ihre persönlichen Druckerzeugnisse produzieren.

Die Wertschöpfungskette dreht sich, die Nachfrage definiert zukünftig die Produkte und Leistungen, nicht mehr das Angebot. Und das erfordert ein Umdenken für die gesamte Industrie.

Grafische Betriebe können als Partner der Industrie und Experten in der Aufbereitung und Distribution von Inhalten jedoch in diesen Zeiten leichter neue Zielgruppen erschließen, interne Prozesse optimieren, neue USPs durch innovative Ansätze schaffen und sich auch leichter den Zugang zu internationalen Märkten generieren.

  • Gestalten ist besser als Reagieren!
  • Rechtzeitig positionieren!
  • Chance für Allianzen!

Kollmann schließt seinen Beitrag mit der Fabel von den Fröschen, die in Milchgläser fallen. Die Tiere, die nichts tun und auf Besserung oder Rettung warten, ertrinken in der Milch, nur der Frosch, der sich regt und abstrampelt, schafft es, durch die Bewegungen die Milch zu Butter zu schlagen und schafft so den Sprung aus der beklemmenden Situation. “Seien Sie ein Frosch!”

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